Mietausfall-Rechner: Das wahre Risiko als Vermieter
4.800 Euro. So viel hat Thomas aus München verloren, als sein Mieter plötzlich nicht mehr zahlte. Sechs Monate kein Geld, dazu die Anwaltskosten für die Räumungsklage und am Ende eine verwüstete Wohnung. "Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich anders kalkuliert", sagt er heute.
Du denkst, das passiert dir nicht? Dann lass uns mal rechnen. Unser Mietausfall-Rechner zeigt dir schwarz auf weiß, welches finanzielle Risiko du als Vermieter wirklich trägst. Spoiler: Es ist meistens mehr, als du denkst.
Der Clou: Du siehst nicht nur den reinen Mietausfall, sondern auch alle versteckten Kosten. Anwaltsgebühren, Gerichtskosten, Renovierung nach dem Auszug, entgangene Miete während der Neuvermietung. Das summiert sich schnell auf vier- oder sogar fünfstellige Beträge.
Drei Minuten Eingabe, ein Leben lang schlauer. Und wenn dir das Ergebnis den Schweiß auf die Stirn treibt, schauen wir gemeinsam nach einer Mietausfall-Versicherung, die dich vor dem finanziellen Desaster schützt.
So funktioniert unser Mietausfall-Rechner
Der Rechner ist simpel aufgebaut, aber die Ergebnisse haben es in sich. Du gibst ein paar Basisdaten ein und bekommst eine realistische Einschätzung deines Risikos.
Schritt 1: Grunddaten eingeben Monatsmiete (kalt), Nebenkosten, Kaution und Lage der Immobilie. Warum die Lage? Weil in München andere Mietniveaus herrschen als in Gelsenkirchen – und damit auch andere Ausfallrisiken. In teuren Städten ist der absolute Schaden höher, dafür findest du meist schneller neue Mieter.
Schritt 2: Risikofaktoren bewerten Hier wird's spannend. Der Rechner fragt nach dem Mietertyp (Studenten, Familie, Single), der Bonität und ob du schon mal Probleme hattest. Eine alleinerziehende Mutter mit befristetem Job hat statistisch ein höheres Ausfallrisiko als ein Beamtenpaar kurz vor der Rente. Klingt hart, ist aber Realität.
Schritt 3: Ausfallszenarien durchrechnen Jetzt rechnet das Tool verschiedene Szenarien durch. Drei Monate Mietausfall, sechs Monate oder das Worst-Case-Szenario: ein Jahr Totalausfall mit Gerichtsverfahren. Die Ergebnisse sind aufgeschlüsselt nach Mietausfall, Nebenkosten, Anwalts- und Gerichtskosten, Renovierung und Wiedervermietungskosten.
Schritt 4: Versicherungsoptionen anzeigen Am Ende siehst du, was eine Mietausfall-Versicherung kostet und ob sie sich für dich lohnt. Spoiler: Fast immer tut sie das. Bei einer 800-Euro-Wohnung kostet die Versicherung etwa 150 Euro im Jahr, deckt aber Schäden bis 25.000 Euro ab.
Das berücksichtigt unser Rechner
Während andere Tools nur die reine Miete hochrechnen, schauen wir uns das komplette Bild an. Denn ein Mietausfall kostet dich viel mehr als nur die entgangene Miete.
Direkte Ausfallkosten:
- Entgangene Kaltmiete
- Entgangene Nebenkosten (die laufen ja weiter)
- Nicht erstattungsfähige Nebenkosten (Heizung, wenn der Mieter weg ist)
Rechtliche Kosten:
- Anwaltshonorare (300-800 Euro pro Verfahren)
- Gerichtskosten (200-500 Euro)
- Kosten für Räumungsklage (800-1.500 Euro)
- Zwangsräumung durch Gerichtsvollzieher (500-2.000 Euro)
Instandsetzungskosten:
- Renovierung nach Auszug (sehr variabel, oft 2.000-8.000 Euro)
- Reparaturen durch mutwillige Beschädigungen
- Entrümpelung bei Messie-Wohnungen (1.000-5.000 Euro)
Wiedervermietungskosten:
- Entgangene Miete während der Suche (1-3 Monatsmieten)
- Maklercourtage (2,38 Bruttomonatsmieten)
- Inserate und Besichtigungen
- Mietverlust durch niedrigere Miete bei schneller Neuvermietung
| Kostenart | Durchschnitt | Worst Case | Anteil am Gesamtschaden |
|---|---|---|---|
| Entgangene Miete | 3-6 Monatsmieten | 12+ Monatsmieten | 60-70% |
| Rechtliche Kosten | 800-2.000 € | 5.000+ € | 15-20% |
| Instandsetzung | 2.000-4.000 € | 15.000+ € | 10-25% |
| Wiedervermietung | 1-2 Monatsmieten | 4+ Monatsmieten | 5-15% |
Die Tabelle zeigt: Selbst im "harmlosen" Fall mit drei Monaten Ausfall kommst du schnell auf das 5-6fache einer Monatsmiete. Bei längeren Ausfällen oder problematischen Mietern kann sich das Risiko vervielfachen.
Regionale Unterschiede beachten: Der Rechner berücksichtigt auch regionale Faktoren. In München dauert eine Wiedervermietung im Schnitt 4-6 Wochen, in strukturschwachen Gebieten können es 6-12 Monate sein. Dafür sind dort die Anwalts- und Gerichtskosten meist etwas niedriger, und Handwerker kosten weniger.
Worauf beim Mietausfall-Risiko achten?
Nicht jeder Vermieter hat das gleiche Risiko. Wer die Warnsignale früh erkennt, kann gegensteuern oder sich zumindest mental und finanziell darauf vorbereiten.
Mietertyp macht den Unterschied: Studenten haben oft knappe Budgets, zahlen aber meist pünktlich – Mama und Papa greifen im Notfall ein. Problematisch sind eher Mieter in prekären Jobs oder mit bereits negativer Schufa. Ein Tipp aus der Praxis: Lass dir die letzten drei Gehaltsabrechnungen zeigen. Wenn das Nettogehalt weniger als das 3,5-fache der Miete beträgt, wird's eng.
Lage, Lage, Lage: In Großstädten findest du schneller neue Mieter, trägst aber höhere absolute Risiken. Eine 1.200-Euro-Wohnung in Hamburg bedeutet 7.200 Euro Ausfall bei sechs Monaten – ohne Nebenkosten. Auf dem Land zahlst du zwar weniger Miete, aber wenn der Mieter geht, steht die Bude schnell mal ein Jahr leer.
Warnsignale ernst nehmen: Miete kommt einen Tag später als sonst? Kann Zufall sein. Kommt sie regelmäßig verspätet oder in Raten, läuten die Alarmglocken. Weitere rote Flaggen: Häufige Beschwerden über Nachbarn (oft ein Zeichen für Stress/Probleme), plötzliche Änderungen im Verhalten, ausweichende Antworten bei Nachfragen.
Kaution richtig einsetzen: Drei Monatsmieten Kaution sind der Standard, aber längst nicht immer genug. Bei einer 800-Euro-Wohnung hast du 2.400 Euro Puffer – klingt viel, ist aber bei längeren Ausfällen schnell aufgebraucht. Dazu kommt: Die Kaution darf nur für bestimmte Zwecke verwendet werden. Laufende Miete gehört nicht dazu, erst die Miete nach dem Auszug.
Selbsteinschätzung vs. Realität: Die meisten Vermieter schätzen ihr Risiko zu niedrig ein. "Meinen Mietern passiert das nicht", denken sie. Statistisch hat aber jeder vierte Vermieter mindestens einmal in seinem Leben einen ernsthaften Mietausfall. Bei Vermietern mit mehr als fünf Einheiten sind es sogar 80 Prozent.
Psychologische Fallen: Viele Vermieter denken in Monatsmieten statt in Gesamtrisiken. "800 Euro Ausfall" klingt verkraftbar, "4.800 Euro Totalschaden" schon weniger. Oder sie fokussieren sich auf die Wahrscheinlichkeit ("passiert ja selten") statt auf die Schadenshöhe ("aber wenn, dann richtig").
Warum bei uns berechnen?
Andere Rechner rechnen oberflächlich: Monatsmiete mal Ausfallzeit, fertig. Wir schauen tiefer und berücksichtigen alle Kostenfaktoren, die wirklich anfallen.
Realistische Szenarien statt Schönrechnerei: Unser Rechner basiert auf echten Schadensdaten von Mietausfall-Versicherern und Anwaltskanzleien. Wir wissen, was eine Räumungsklage wirklich kostet, wie lange Wiedervermietungen dauern und was Renovierungen nach problematischen Mietern kosten. Das Ergebnis: realistische Zahlen statt Schönrechnerei.
Regionale Daten inklusive: Eine Räumungsklage in München kostet anders als in Dresden. Handwerkerpreise variieren um 30-50 Prozent zwischen den Regionen. Unser Rechner berücksichtigt diese Unterschiede und gibt dir für deine Region passende Werte.
Verschiedene Szenarien im Vergleich: Du siehst nicht nur ein Ergebnis, sondern verschiedene Szenarien: vom harmlosen 3-Monats-Ausfall bis zum Vollkatastrophen-Szenario mit Gerichtsverfahren und verwüsteter Wohnung. So kannst du besser einschätzen, womit du rechnen musst.
Transparente Berechnung: Jeder Kostenpunkt ist aufgeschlüsselt und erklärt. Du siehst, wie sich das Gesamtrisiko zusammensetzt und wo die größten Kostentreiber liegen. Das hilft auch bei der Entscheidung, ob eine Versicherung sinnvoll ist.
Kostenloser Service ohne Haken: Der Rechner ist komplett kostenlos und unverbindlich. Du musst keine Kontaktdaten hinterlassen, bekommst keine nervigen Anrufe und wirst nicht mit E-Mails bombardiert. Einfach rechnen, Ergebnis anschauen, schlauer werden.
Direkte Versicherungsvergleiche: Wenn das Ergebnis zeigt, dass eine Mietausfall-Versicherung sinnvoll wäre, kannst du direkt Tarife vergleichen. Wir arbeiten mit allen großen Anbietern zusammen und zeigen dir transparent, wer was leistet und kostet.
Nach der Berechnung: Jetzt handeln
Du hast gerechnet und das Ergebnis hat dir gezeigt, was im schlimmsten Fall auf dich zukommt? Gut. Jetzt heißt es handeln, bevor der Ernstfall eintritt.
Erstmaßnahme: Liquiditätsreserve aufbauen Als Faustregel solltest du das 6-12fache einer Monatsmiete als Notreserve haben. Bei einer 800-Euro-Wohnung also 5.000-10.000 Euro. Das klingt viel, ist aber weniger als das, was dich ein längerer Mietausfall kosten kann.
Langfristig: Versicherung prüfen Eine Mietausfall-Versicherung kostet etwa 100-300 Euro pro Jahr, je nach Wohnung und Tarif. Das ist ein Bruchteil dessen, was ein einziger Schadensfall kostet. Die Wohngebäudeversicherung: Alles, was du als Hausbesitzer wissen musst erklärt dir auch andere wichtige Versicherungen für Immobilienbesitzer.
Präventive Maßnahmen: Seriöse Mieterauswahl ist der beste Schutz. Schufa-Auskunft, Einkommensnachweis, Vorvermieterbescheinigung – das kostet dich eine Stunde Zeit, kann dir aber Tausende Euro sparen. Auch ein persönlicher Eindruck zählt: Wirkt der Interessent seriös und zuverlässig?
Im Schadensfall richtig handeln: Wenn der Mieter nicht zahlt, nicht zu lange warten. Nach dem zweiten Monat Mietausfall solltest du rechtliche Schritte einleiten. Je länger du wartest, desto höher wird der Schaden. Ein spezialisierter Anwalt kostet 300-500 Euro, ist aber meist jeden Euro wert.
Häufige Fragen zum Mietausfall-Rechner
Ist die Berechnung wirklich kostenlos? Ja, komplett kostenlos und ohne Haken. Du musst keine Daten hinterlassen und wirst auch nicht kontaktiert. Der Service finanziert sich über Provisionen, falls du später eine Versicherung abschließt – aber das ist völlig freiwillig.
Wie genau sind die Berechnungen? Sehr genau für statistische Durchschnittswerte. Dein individueller Fall kann natürlich abweichen – manchmal nach oben, manchmal nach unten. Die Werte basieren auf echten Schadensdaten von Versicherern und Anwaltskanzleien aus den letzten Jahren.
Kann ich verschiedene Szenarien durchrechnen? Ja, das ist sogar empfehlenswert. Rechne einmal optimistisch (kurzer Ausfall, kooperativer Mieter) und einmal pessimistisch (langer Ausfall, Gerichtsverfahren). Die Wahrheit liegt meist irgendwo dazwischen, aber du kennst die Bandbreite.
Werden meine Daten gespeichert oder weitergegeben? Nein, alle Berechnungen laufen lokal in deinem Browser. Wir speichern keine Eingaben und geben nichts an Dritte weiter. Auch der Verlauf wird nicht gespeichert – wenn du die Seite schließt, sind die Daten weg.
Kann ich das Ergebnis ausdrucken oder speichern? Ja, du kannst das Ergebnis als PDF speichern oder ausdrucken. Das ist praktisch für Unterlagen oder wenn du mit einem Berater sprechen möchtest.
Was ist, wenn ich schon eine Mietausfall-Versicherung habe? Dann nutze den Rechner trotzdem. Du siehst, ob deine Versicherungssumme ausreicht oder ob du unterversichert bist. Viele ältere Verträge haben zu niedrige Summen oder decken nicht alle Kostenpunkte ab.
Funktioniert der Rechner auch für Gewerbeimmobilien? Der Rechner ist auf Wohnimmobilien optimiert. Bei Gewerbeimmobilien sind die Risiken und Kosten anders gelagert. Für gewerbliche Vermietung solltest du einen spezialisierten Berater konsultieren.
Wie oft sollte ich neu rechnen? Bei Mieterhöhungen oder wenn sich deine Situation ändert. Auch alle 2-3 Jahre macht eine Neuberechnung Sinn, weil sich Anwalts- und Gerichtskosten ändern können.
Fazit: Rechne, bevor es zu spät ist
Ein Mietausfall kommt meist unverhofft. Der Mieter, der drei Jahre lang pünktlich gezahlt hat, verliert plötzlich den Job. Die nette Familie gerät in die Scheidung und kann die Miete nicht mehr stemmen. Der Student bricht das Studium ab und verschwindet über Nacht.
Unser Mietausfall-Rechner zeigt dir schwarz auf weiß, was dich das kosten kann. Nicht um dir Angst zu machen, sondern damit du vorbereitet bist. Wer das Risiko kennt, kann sich dagegen wappnen – durch Rücklagen, Versicherung oder bessere Mieterauswahl.
Die drei Minuten für die Berechnung sind eine der besten Investitionen, die du als Vermieter machen kannst. Denn eines ist sicher: Einen Mietausfall kannst du nicht verhindern, aber du kannst dich darauf vorbereiten.
Noch Fragen zur Wohngebäudeversicherung: Alles, was du als Hausbesitzer wissen musst oder zu spezifischen Themen wie der Unterversicherung: So vermeidest du den teuren Fehler? Unsere Ratgeber helfen dir dabei, alle Aspekte des Immobilienbesitzes im Griff zu behalten.
Jetzt bist du dran: Rechne dein Risiko durch und triff informierte Entscheidungen für deine Immobilie.
Fazit
Nutze unseren Vergleichsrechner, um die besten Tarife für deine Situation zu finden – schnell, transparent und kostenlos.
